Automotive Testing Expo Europe 2018

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05., 06., 07. Juni 2018
Halle 8 & 10, Messe Stuttgart, Deutschland


2017 Messebericht

Produktneuheiten sorgen für Besucherrekorde

Die diesjährige Automotive Testing Expo Europe hat gezeigt, dass Fahrzeughersteller und Komponentenzulieferer zunehmend fortschrittliche Entwicklungstechnologien, Systeme und Dienste zur Zeitkomprimierung benötigen, die qualitativ hochwertige Produkte sicherstellen. Live auf der Messe gab es 330 Technologien und zahlreiche aufregende Projekte und Ankündigungen für Investitionen zu sehen.

Beinahe 7.000 Teilnehmer bekamen die neuesten Auswertungstechnologien und Qualitätstechniken vorgestellt, die das ultimative Ziel der Eliminierung von Rückrufen unterstützen. Dazu gehörten Details zu den beiden neuen europäischen Projekten von mm-lab für die Installation der Produkte Proving Ground Management System (PGMS) und Collision Awareness System (CAVE). Beide Systeme werden derzeit auf einem Testgelände in Nordschweden implementiert und sollen Anfang November in Betrieb genommen werden. Mehr als 400 Prüffahrzeuge werden vor Ort mit Onboard-Geräten ausgestattet, die über ein öffentliches WLAN-Netzwerk laufen.

Das Unternehmen hat zudem einen Auftrag über die Installation von PGMS und CAVE von einer Anlage in Süddeutschland erhalten, für die mehr als 500 Fahrzeuge mit Onboard-Geräten ausgestattet werden sollen. „Der Kunde würde gerne die gesamte Palette der Funktionen nutzen, einschließlich Sicherheitsfunktion, Buchung, Abrechnung und Nutzungserfassung sowie Kollisionswarnung“, erklärte der Projektleiter Steffan Firchau zur Anlage in Deutschland.

„Die Pilotphase des Projekts soll im September starten. Es wird in Phasen eingeführt, da ein Großteil der Infrastruktur – wie etwa das WLAN-Netzwerk – erst noch eingerichtet werden muss. Zudem ist die Anlage derzeit dabei, Straßen und Gebäude zu errichten. Voll betriebsfähig soll die Anlage Ende 2018 sein.“

An anderer Stelle auf dem Messegelände besprach AICON 3D Systems seine geschäftliche Vereinbarung mit Humanetics, die Humanetics zum exklusiven Anbieter der AICON-Systeme für Dummy-Positionierung und Vor- und Nachcrash-Fahrzeugvermessung macht.

Crashtest-Dummys können dank des Systems zur Dummy-Positionierung nach kürzerer Vorbereitungszeit für Crashtests mit Komplettfahrzeugen, Schlittenversuche und die Kalibrierung positioniert werden. Alle am Crashtest-Dummy markierten Punkte (Kopf, Hüfte, Knie) werden gleichzeitig erfasst, und Abweichungen von der Zielposition werden in Echtzeit angezeigt. Das tragbare ProCam-System wird für die Vor- und Nachcrash-Messung von Crashfahrzeugen genutzt, um innere und äußere Verformungen zu erkennen.

Werner Boseman, CEO von AICON, meinte dazu: „Humanetics ist der perfekte Partner für den Vertrieb dieser beiden Systeme. AICON wird weiterhin seine 3D-Kamera-Kerntechnologie für beide Produkte bereitstellen, während Humanetics über das nötige Ausmaß und globale Netzwerk verfügt und ausreichend Branchenerfahrung besitzt, um diese beiden Produkte zu den Marktführern im Bereich Fahrzeugsicherheitstests zu machen.“

Währenddessen ging es bei Diskussionen am Stand von Exova unter anderem um Details der jüngsten Vertragsverlängerung des Unternehmens mit der Technologiegruppe Laird. Durch die Ausweitung der Vereinbarung auf das Jahr 2017 wird das Testunternehmen Exova in seinem Labor in Warren (Michigan, USA) Tests zu Produktdesign und Herstellungsvalidierung für das Automobilunternehmen Smart Antennas durchführen, und zwar mit Unterstützung seiner Anlage in Mississauga (Ontario, Kanada).

Exova wird die Umweltprüfungen aller Kfz-Produkte von Laird in Nordamerika durchführen. Dazu gehören unter anderem Simulationstests unter Verwendung von Klimakammern, Sprüh-/Tropfwassertests, Korrosionsprüfungen und Schwingungsprüfungen unter Verwendung von elektrodynamischen Schwingerregern. Durch die Tests wird zunächst das neue Design eines Produkts validiert, bevor die Validierung des Herstellungsprozesses folgt.

Das Unternehmen hat in sein Labor in Warren investiert, um die für diesen Vertrag benötigten Arbeiten zu fördern, einschließlich der Übernahme von mehreren Klimakammern und Sprühwasser-Prüfschränken sowie von zwei elektrodynamischen Schwingerregern mit Klimakammern. Zusätzlich hat Exova seine Fähigkeiten für Tests unter Verwendung von strömendem Mischgas verbessert, wodurch die Auslagerungskosten gesenkt und die Bearbeitungszeiten verkürzt werden.

Weitere Neuigkeiten am letzten Messetag betrafen die Automotive Research Association of India (ARAI), die die im Jahr 2020 in Kraft tretenden neuen Emissionsvorschriften zum Anlass nahm, eine Reihe neuer Anlagen im Homologation & Technology Center (HTC) in Chakan in der Nähe von Pune (Indien) näher vorzustellen.

„Wir haben dort ein Kompetenzzentrum für die Antriebsentwicklung, eine Anlage für Ermüdungs- und Materialprüfungen und ein Labor zur Prüfung der passiven Sicherheit, das seit 18 Monaten in Betrieb ist. Viele OEMs machen von dieser Anlage Gebrauch“, sagte N. B. Dhande, stellvertretender Generaldirektor und Leiter der Geschäftsentwicklung und Unternehmensplanung.

Das vor einem Jahr eröffnete Labor für Material- und Ermüdungsprüfungen im HTC verfügt über eine fortschrittliche Infrastruktur, zu der unter anderem eine mehrachsige Klima-Simulationsplattform, eine Klima-MAST-Anlage, ein Klimaprüfstand mit vier Stempeln für leichte Nutzfahrzeuge und Pkw, Universalprüfstände mit 500 kN sowie ein HPS-System, das mit Flussbereichen von bis zu 2.600 l/m arbeitet und auf 4.000 l/m und 210 Bar erweiterbar ist, gehören.

Das Antriebslabor ist mit Klimaprüfzellen, 4WD-Rollenprüfständen von AVL, einem Klimatauchbad mit einer Temperaturregelung von -30 °C bis 52 °C, Prüfzellen für die Laufleistung und einer fortschrittlichen SHED-Anlage ausgestattet.

Dhande fügte hinzu: „Außerdem wird derzeit eine neue Prüfanlage für Getriebe in Auftrag gegeben, die in den nächsten sechs Monaten in Betrieb gehen soll. Zusätzlich wird im Rahmen der zweiten Phase der Expansionspläne ein Kompetenzzentrum für die Prüfung von Hybrid- und Elektrofahrzeugen im HTC eingerichtet. In der Anlage werden neben fortschrittlichen Motorprüfständen auch verschiedene Antriebsprüfstände, Prüf- und Analysesysteme für Batterien und HCV-Rollenprüfstände für Elektrobusse untergebracht sein.“

Die Besucher der Stuttgarter Messe lobten übereinstimmend die Vielfalt der ausgestellten Produkte sowie die Networking-Möglichkeiten, die die Ausstellung bot. Dario Miotello, ADAS-Prüfingenieur bei AVL in Italien, äußerte sich enthusiastisch: „Ich arbeite auf dem Gebiet der Prüfung von Fahrerassistenzsystemen und konnte auf dieser Messe Unternehmen treffen, die Innovationen anbieten, die die Beschleunigung der Validierung unterstützen, wie zum Beispiel das Guided Soft Target von AB Dynamics.“

Klaus Huber, Simulationsingenieur bei Deutsche Accumotive, war besonders von der Qualität und Bandbreite der Präsentationen auf dem Open Technology Forum beeindruckt: „Ich konnte mir dieses Jahr einige großartige Vorträge anhören. Besonders interessant fand ich den Vortrag der Universität Turin zu den Änderungen im Bereich der elektronischen Architektur von Fahrzeugen, da das Thema für meine Tätigkeit relevant ist.“

Andere Besucher richteten ihren Blick auf verschiedene Technologien, die ihnen bei ihren betrieblichen und umwelttechnischen Anforderungen helfen können: „Wir stellen Dieselmotoren her, daher ist der Besuch dieser Messe für uns äußerst wichtig, um die neuesten Emissionsprüfgeräte zu entdecken“, erzählte Dora Karedla, Geschäftsführerin von TVS Motor.

Die Aussteller waren gleichermaßen mit der Qualität der Veranstaltung zufrieden. Dr. Hiroshi Nakamura, Präsident von Horiba Europe, meinte: „Die Automotive Testing Expo Europe ist für uns eine der wichtigsten Messen der Welt, da europäische OEMs führend in dieser Technologie sind. Für uns bietet die Messe eine tolle Gelegenheit, ihnen unsere Produkte vorzustellen und Feedback von ihnen zu erhalten.“

Tom Elworthy, Geschäftsführer des in Neuseeland ansässigen Unternehmens Southern Hemisphere Proving Ground, stimmte Dr. Nakamura zu und erklärte, wie wichtig es angesichts der stärkeren Konkurrenz durch europäische Anbieter von Hallenprüfständen für Tests unter Winterbedingungen für sein Unternehmen sei, auf der Messe auszustellen:

„Uns war natürlich schon vor 12 Jahren, als wir uns diesem Markt zuwendeten, klar, dass die Konkurrenz zunehmen würde, aber es müssen unheimlich viele Fahrzeuge geprüft werden. Der Bedarf an Prüfungen steigt tatsächlich an; Kunden, für die wir früher fünf oder sechs Fahrzeuge geprüft haben, schicken uns jetzt 35 Fahrzeuge mit 80 oder 90 Mitarbeitern. Daher ist es gut, hier mit unseren Kunden in Kontakt zu kommen, insbesondere mit denjenigen, die wir nicht unbedingt jedes Jahr sehen. Wir sind hier, um sie daran zu erinnern, dass wir uns darauf freuen, sie auch in Zukunft zu unterstützen.“

Dennis Marcus, kaufmännischer Leiter bei Cruden, fasste für uns zusammen, warum sein Unternehmen auch im nächsten Jahr vom 5. bis 8. Juni wieder dabei sein wird, wenn die Automotive Testing Expo Europe ihr 20-jähriges Bestehen feiern und zum ersten Mal in zwei Hallen stattfinden wird: „Aussteller und Besucher wirken zusammen. Wir arbeiten alle an den Ideen der Zukunft und niemand kann alles wissen, daher nehmen wir andere in die Mangel, um mehr zu erfahren. Ich besuche eine Menge Messen und diese eignet sich besonders gut für das gemeinsame Lernen.“

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2017 | 2016

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Zukünftige Messe: Automotive Testing Expo Europe 2019, 21-23 Mai 2019, Halles 7, 8, 9, 10, Stuttgart Messe, Deutschland